8. Januar 2026
Das Instrument des Jahres 2026
Dass ich ein großer Akkordeonfan bin, ist hier bisher ein wenig untergegangen. Dabei begleiten mich viele Akkordeonspieler schon seit langem. Jean-Louis Matinier als Ensemblepartner von Michael Riessler und Louis Sclavis. Richard Galliano mit Michel Portal oder auch Claude Nougaro, Otto Lechner unter anderem mit den „Betlehem Allstars“, Vincent Peirani als Alles-Wegfeger zusammen mit seinem Duo-Partner in Crime Emile Parisen und auch vielen anderen.
Ich erinnere mich immer wieder gern an ein Konzert von Kimmo Pohjonen beim Jazzfestival in Saalfelden 2001, bei dem er das ganze Zelt zum Schweben bracht. Ebenso an Marc Perrone, der zwischen Bäumen in Uzeste spielte und der Jahre später dort bei einem Konzert, bei dem gleichzeitig ein Film über sein Leben gezeigt wurde, von seinen Musikerkollegen gewürdigt wurde und der ganze Saal seine Kompositionen mitsang.
Stellvertretend für viele andere Alben empfehle ich hier drei dehr unterschiedliche Solowerke die ich viel gehört habe: Perrones Klassiker „Jacaranda” (1995), Guy Klucevseks Album „The Heart of the Andes” (2002), erschienen bei Winter & Winter, und Kimmo Pohjonens äußerst abenteuerliches Album „Cluster” (2005).
Der im Mai letzten Jahres verstorbene Guy Klucevsek bewegte sich auf dem weitesten Feld von allen. Ob im Dunstkreis von John Zorns Avantgarde, mit Bill Frisell, in der Neuen Musik oder im klassischen Repertoire – er war einer der Musiker, die sich vor keiner Grenze scheuten.