Poesie

Dieses Gedicht von Paul Verlaine (1844–1896) gilt als kleines Manifest des Symbolismus. Statt klarer Aussagen fordert es eine Dichtung, die durch Klang, Rhythmus und Atmosphäre wirkt – eine Kunst der Nuancen, des Schwebens und der Andeutungen.

1964 vertonte Léo Ferré das Gedicht und machte daraus, was es immer sein wollte: Musik.

Inhaltlich drückt es viel von dem aus, was mich nicht nur in der Musik interessiert: das Angedeutete, das Unerwartete, das Leise – die Tiefe. Kunst, die nicht alles gleich erzählt, sondern Zeit einfordert, um seine Wirkung zu entfalten. Die in Dialog mit dem Gegenüber tritt und nicht einfach nur konsumiert wird.

Natürlich kann manchmal schon eine schnelle Wirkung ausreichen, um gute Laune zu verbreiten. Aber sich näher mit dem Werk eines Autors oder einer Autorin zu beschäftigen, ist auch ein Zeichen des Respekts ihm oder ihr gegenüber.

Nach einer kleinen Sommerpause geht es hier dann wahrscheinlich wieder mit Musik weiter.